Arduaine Garden
Auch heute früh sah es ziemlich feucht aus, so dass wir uns mit dem Frühstück Zeit ließen. Doch natürlich wollten wir nicht nur in der Ferienwohnung sitzen bleiben, sondern uns auch etwas ansehen. Nach einigem hin und her entschieden wir uns für den Arduaine Garden, der in einer reichlichen halben Stunde mit dem Auto gut zu erreichen war. Eine sehr gute Entscheidung. Der direkt an der Westküste gelegene Garten ist berühmt für seine Rhododendren. Deren Blütezeit ist natürlich längst vorbei, auch wenn noch vereinzelte Blüten zu sehen waren. Im Frühsommer ist es sicher ein spektakulärer Anblick. Doch auch jetzt lohnt sich ein Besuch. Die Lage am Meer und vor allem der Golfstrom bieten sehr gute Bedingungen für viele Pflanzen. Der Besucher wird auf schmalen Wegen über das Gelände geführt. Zur Zeit blühen vor allem Hortensien in verschiedenen Blau- und Lilatönen, auch rosa und weiße Herbstanemonen sowie einige Sträucher und Stauden ergänzen die verschiedenen Grüntöne der Rhododendren, Farne, Bäume aller Art. Der zum National Trust Scotland gehörende Garten beherbergt Pflanzen aus allen Teilen der Welt, vor allem aus Asien, Australien und Neuseeland. Die Farne und Baumfarne ließen Erinnerungen an unseren Urlaub am anderen Ende der Welt wach werden. Von einem Aussichtspunkt hat man einen einen tollen Blick auf den Loch Melfort und die zahlreichen Inseln und Halbinseln. Auf einer Tafel waren die Namen der Inseln und die Entfernungen angegeben, außerdem enthielten sie Zeichnungen von Tieren, die man bei viel Glück von hier aus sehen kann (u.a. Riesenhaie, Schweinswale, Seehunde, Seeadler, Küstenseeschwalben…). Wir sahen leider nur ein paar Möwen und Kormorane, genossen aber den fantastischen Blick auf die Bucht. Weiter ging es zum Cliff Path, der nochmal einen schönen Blick auf den Garten und die Umgebung bot. Über einen serpentinenartigen Weg ging es wieder hinunter. Dabei kamen wir an mehreren kleinen Teichen vorbei, in den Teichrosen, Sumpflilien und andere Wasserpflanzen wuchsen. Es gab auch ein paar Gewächshäuser, die aber nicht zugänglich waren. Besonders faszinierten uns die Bäume mit ihren teilweise verschlungenen Stämmen. Da bei unserer Ankunft das Kassenhäuschen nicht besetzt war, zahlten wir keinen Ein- sondern einen „Austritt“. Zwischen dem Garten und dem Parkplatz liegt noch das Lord Melfort Hotel. Dort gab es noch einen kleinen Souvenirladen und ein Café. Die Terrasse bot nochmal einen tollen Ausblick, doch es hatte gerade angefangen, zu nieseln, so dass wir direkt zum Auto gingen und zurück nach Oban fuhren. Bei einem kleinen Abstecher zur M&S Foodhall holten wir uns noch was Leckeres zum Kaffee bzw. Tee und kauften noch ein paar Lebensmittel und Wasser ein. Zurück in unserer Ferienwohnung genossen wir die Leckereien. Danach machten Ines, Uwe und ich noch einen Spaziergang zur Distillerie, während Steffen endlich mal Zeit fand, um zu malen.
Ines und Uwe bereiteten heute das Abendessen zu.